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Diary Card (DBT-Tagebuch): einfach erklärt, mit Vorlage auf Deutsch als PDF
Die Diary Card ist das DBT-Tagebuch für eine Woche: Auf dieser Tagebuchkarte hältst du jeden Abend fest, wie es dir ging, wie stark ein Drang war und welche Skills du genutzt hast. Hier stellst du dir deine eigene Diary Card zusammen, mit den Feldern, Skalen und Skills, die zu dir passen. Dann druckst du das Blatt aus oder speicherst es als PDF und füllst es von Hand aus. Kostenlos, ohne App und ohne Konto. Weiter unten erfährst du, woher die Karte kommt, was Felder und Skalen bedeuten und wie du sie ausfüllst.
Deine Diary Card zusammenstellen
Wähle eine Vorlage und pass die Karte an. Die Vorschau zeigt dir sofort das A4-Blatt, genau so, wie es gedruckt wird. Dann drucken oder als PDF speichern und von Hand ausfüllen.
Deine Einstellungen bleiben in diesem Browser. Was du auf das Blatt schreibst, schreibst du von Hand – es wird nichts an uns übertragen.
Fehlt dir etwas auf der Diary Card, oder hast du einen Verbesserungsvorschlag? Schreib uns gern an hallo@skills-king.ch.
Was ist eine Diary Card?
Eine Diary Card, auf Deutsch DBT-Tagebuch, Tagebuchkarte oder DBT-Wochenprotokoll, ist ein Selbstbeobachtungsbogen für eine Woche. Jeden Abend trägst du mit wenigen Zahlen und Stichworten ein, wie stark deine Gefühle waren, ob der Drang zu einem Verhalten da war, das du verändern möchtest, und welche Skills du genutzt hast. Die ganze Woche passt auf ein A4-Blatt: sieben Spalten für die Tage, eine Zeile pro Feld.
Die Karte stammt aus der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT). Marsha M. Linehan hat die DBT an der University of Washington in Seattle ursprünglich für Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickelt. Heute gibt es angepasste Programme, etwa für Jugendliche (DBT-A), bei einer posttraumatischen Belastungsstörung (DBT-PTBS) oder bei einer zusätzlichen Suchterkrankung (DBT-S). Viele nutzen Skills und Diary Card auch ohne Diagnose.
Im englischen Original heisst die Karte «Diary Card» oder «Skills Diary Card», und so heisst sie auch in den meisten deutschsprachigen Kliniken. Neuere deutsche Bücher zum Skillstraining sagen Tagebuchkarte. In manchen Kliniken heisst sie Wochenprotokoll, die Fassung nur für die Skills Skills-Wochenprotokoll, und manchmal hört man auch Therapietagebuch. Ein Emotionstagebuch, Gefühlstagebuch, Stimmungstagebuch oder Gefühlsprotokoll hält fest, wie es dir ging, ein Skillsprotokoll, welche Skills du genutzt hast. Die Diary Card verbindet beides: Gefühle, Drang und Skills stehen auf einem Blatt.
Nach ein, zwei Wochen siehst du Muster: an welchen Tagen der Drang stieg, was davor passiert war, welche Skills gepasst haben. In einer DBT-Therapie liegt die Karte zu Beginn jeder Einzelstunde auf dem Tisch und bestimmt mit, worüber ihr sprecht. Fällt ein Tag besonders auf, schaut man ihn oft mit einer Verhaltensanalyse (Kettenanalyse) genauer an, einem eigenen Arbeitsblatt.
Zwei Traditionen: Diary Card nach Linehan und Tagebuchkarte deutscher Kliniken
Die eine Diary Card gibt es nicht. Fast alle Vorlagen sind ein Wochenraster von Montag bis Sonntag, doch was in den Zeilen steht, folgt meist einer von zwei Traditionen: dem englischen Original nach Linehan oder der Form, die viele deutschsprachige Kliniken und Bücher nutzen, etwa die von Martin Bohus.
| Feld | Linehan (englisches Original) | Deutsche Kliniken |
|---|---|---|
| Gefühle | «Elend» (emotional misery) und «Freude» (joy), je 0–5, dazu wahlweise ein weiteres Gefühl | meist «Not / Elend» und «Freude», je 0–5, wie im Original |
| Drang | Drang zu den Verhaltensweisen, an denen man arbeitet, je 0–5, und ob man gehandelt hat | Problemverhalten I bis III, selbst benannt: Drang 0–5 und gehandelt ja / nein |
| Skills | Skala 0–7 pro Tag, auf der Rückseite eine Liste der Skills nach Modulen zum Ankreuzen | «Neue Wege»: daran gedacht (ja / nein) und ausprobiert (0–5), Skills oft auf einem eigenen Blatt |
| Körper und Alltag | körperliches Elend (0–5), Medikamente wie verordnet (ja / nein) | Schlaf (erholsam 0–5), Bewegung, Belastung |
| Ereignisse | ein Feld pro Tag für Ereignisse und Notizen | angenehme und unangenehme Ereignisse getrennt, pro Tag |
| Therapie | wie oft die Karte ausgefüllt wurde, Notizen für die Stunde | Vertrauen in die Therapie (0–5), Therapie-Aufgaben erledigt |
Hier musst du dich nicht entscheiden: Die Vorlage «Standard-Woche» nimmt Not / Elend und Freude, die beide Traditionen kennen, die angenehmen und unangenehmen Ereignisse und die selbst benannten Problemverhalten aus der deutschen Tradition und die Skills-Skala 0–7 aus dem Original. Statt der Skala kannst du «Neue Wege» wählen, statt Not / Elend einzelne Gefühle.
Felder und Skalen der Diary Card
Jedes Feld lässt sich beim Zusammenstellen ein- und ausschalten. Die meisten Werte gehen von 0 bis 5, die Skills von 0 bis 7. Was jede Stufe bedeutet, steht als Legende auf dem Blatt.
Was ist passiert?
Pro Tag ein angenehmes und ein unangenehmes Ereignis in Stichworten. So siehst du später, was vor einem schwierigen Tag los war.
Gefühle: Not / Elend und Freude
Die Kurzform aus dem Original, die auch viele deutsche Kliniken nutzen, fragt nur: Wie gross war heute die Not, wie gross die Freude?
- 0kein
- 1kaum
- 2etwas
- 3mittel
- 4gross
- 5sehr gross
Stattdessen kannst du bis zu sechs einzelne Gefühle (Emotionen) wählen, etwa Traurigkeit, Wut, Angst oder Scham, oder nur eine Zeile «Stimmung» von 0 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut). Dazu passt «Schlaf erholsam» von 0 (gar nicht erholsam) bis 5 (ausgezeichnet).
Problemverhalten: Drang und gehandelt
Problemverhalten sind Verhaltensweisen, die du verändern möchtest, etwa «mich zurückziehen» oder «stundenlang am Handy». Vorgedruckt ist nichts: Du benennst bis zu drei selbst, so wie mit deiner Therapeutin oder deinem Therapeuten abgemacht, und schreibst sie auf das Blatt. Pro Tag trägst du den Drang ein und kreist bei «gehandelt?» ja oder nein ein.
- 0kein
- 1kaum
- 2mässig
- 3stark
- 4sehr stark
- 5nicht kontrollierbar
Ein Tag mit Drang 4 und «gehandelt: nein» ist ein Erfolg, der ohne Karte niemandem auffällt.
Skills: die Skala 0–7 nach Linehan
Die Skala aus dem Original hält fest, wie weit du gekommen bist: daran gedacht, versucht, angewendet oder schon automatisch.
| Wert | Bedeutung |
|---|---|
| 0 | nicht daran gedacht, nicht genutzt |
| 1 | daran gedacht, nicht genutzt, wollte nicht |
| 2 | daran gedacht, nicht genutzt, hätte gewollt |
| 3 | versucht, konnte ihn nicht anwenden |
| 4 | versucht, angewendet, hat nicht gepasst |
| 5 | versucht, angewendet, hat gepasst |
| 6 | automatisch genutzt, hat nicht gepasst |
| 7 | automatisch genutzt, hat gepasst |
Die Reihenfolge folgt dem Original, die Frage bei 4 bis 7 ist dort etwas anders formuliert. Hier heisst es «hat gepasst», denn ob ein Skill passt, hängt von der Situation ab: Was heute nicht gepasst hat, kann morgen richtig sein. Bei 6 und 7 kam der Skill von selbst. Dorthin führt das Üben.
Neue Wege
Wie in vielen deutschen Kliniken benennst du ein oder zwei neue Wege, die du üben willst, etwa «Nein sagen», und schreibst sie auf das Blatt. Pro Tag trägst du für jeden Weg ein, ob du daran gedacht hast (ja / nein) und wie sehr du ihn ausprobiert hast:
- 0gar nicht
- 1kaum
- 2etwas
- 3mittel
- 4viel
- 5ganz
Skill + hat gepasst?
Die einfachste Form für den Anfang: welcher Skill heute, und hat er gepasst (ja / nein)? So ist die Vorlage «Einfach» aufgebaut.
Skills zum Ankreuzen
Wie auf der Rückseite des Originals: Skills als Zeilen, Tage als Spalten, dazu ✓ für genutzt, ✓+ und ✓– für «hat gepasst» und «hat nicht gepasst» oder die Skala 0–7. Vorgegeben sind die Module des Skillstrainings mit Kürzeln wie STOP, TIPP, PLEASE oder DEAR MAN. Eigene Skills tippst du beim Zusammenstellen ein, leere Zeilen bleiben für Ergänzungen von Hand. Als eigene Vorlage heisst diese Liste «Skills-Woche».
Alltag, Körper und Therapie
Wahlweise kommen Bewegung, regelmässig gegessen und getrunken und Medikamente wie verordnet (je ja / nein) dazu, ausserdem Selbstmitgefühl (0–5). Für die Therapie gibt es «Vertrauen in die Therapie» (0–5) und «Therapie-Aufgaben erledigt» (ja / nein).
Höchste Anspannung des Tages
Eine Zeile für die Spitze des Tages, 0 bis 100 % in Zehnerschritten, wie auf der Anspannungskurve.
So füllst du die Diary Card aus

- Zusammenstellen: Wähle oben eine Vorlage und behalte nur die Felder, die du jeden Tag ausfüllen magst. Eine kurze Karte, die du führst, sagt mehr als eine lange, die liegen bleibt.
- Drucken: Druck gleich ein paar Blätter, dann liegt zu Beginn jeder Woche eine leere Karte bereit.
- Einmal am Abend: Nimm dir jeden Abend zwei, drei Minuten, am besten immer zur gleichen Zeit, und trag die Werte des Tages ein. Leg die Karte mit einem Stift dorthin, wo du sie abends siehst.
- Höchster Wert des Tages: Bei Gefühlen, Drang und Anspannung zählt die stärkste Stelle des Tages, nicht der Durchschnitt. War der Drang am Mittag bei 4 und am Abend bei 1, trägst du 4 ein.
- Leeres Feld zählt nicht als 0: 0 heisst «gar nicht», leer heisst «nicht eingetragen». Hast du einen Tag verpasst, lass ihn leer, statt zu raten.
- Ehrlich und ohne Bewertung: Die Karte ist kein Zeugnis. Ein schwieriger Tag ist keine schlechte Note, sondern eine wichtige Information für die Therapiestunde.
- Woche mitnehmen: Nimm die Karte in die Therapiestunde mit und schau sie vorher kurz an: Was fällt dir auf? Dafür gibt es auf Wunsch einen Wochenrückblick unten auf dem Blatt.
Beispiel einer ausgefüllten Diary Card
So könnte eine von Hand ausgefüllte Diary Card auf der Vorlage «Standard-Woche» aussehen. Das Beispiel ist erfunden. Die Tabelle darunter zeigt drei Tage zum Nachlesen.

| Feld | Mo | Di | Mi |
|---|---|---|---|
| Was ist passiert? | |||
| angenehm | Kaffee mit Lea | Velotour am See | |
| unangenehm | Streit am Telefon | schwieriges Gespräch bei der Arbeit | |
| Wie geht es mir? | |||
| Not / Elend 0–5 | 1 | 4 | 2 |
| Freude 0–5 | 3 | 1 | 3 |
| Schlaf erholsam 0–5 | 4 | 3 | 2 |
| Problemverhalten 1: «mich zurückziehen» | |||
| Drang 0–5 | 1 | 4 | 3 |
| gehandelt? | nein | ja | nein |
| Skills | |||
| Skills genutzt 0–7 | 5 | 3 | 7 |
| Notizen | Abend allein, Handy aus | Atemübung vor dem Gespräch, kam von selbst | |
Am Dienstag waren Not und Drang hoch, und es kam zum Rückzug. Die 3 bei den Skills heisst: versucht, aber nicht anwenden können. Am Mittwoch war der Drang mit 3 ebenfalls deutlich, diesmal ohne Rückzug, und ein Skill kam von selbst und hat gepasst (7). Genau solche Unterschiede lohnen sich in der Therapiestunde: Was war am Mittwoch anders?
Diary Card ergänzen: deine Skills und der Verlauf der Anspannung
Für die Skills brauchst du eine Auswahl, die zu dir passt. Auf der Skillsliste nach Anspannung stellst du aus über 500 Ideen deine eigene Liste zusammen, dein Browser merkt sie sich als «Meine Skillsliste». Wähle hier die Vorlage «Skills-Woche» oder schalte unter «Skills zum Ankreuzen» die Rückseite ein. Dann holt «Aus «Meine Skillsliste» übernehmen» deine Liste auf das Blatt, gruppiert nach Anspannung. Das klappt, wenn du beide Seiten im selben Browser auf demselben Gerät nutzt.
Die Zeile «Höchste Anspannung» zeigt nur die Spitze des Tages. Den Verlauf Stunde für Stunde hältst du im Spannungsprotokoll der Anspannungskurve fest, für einen Tag oder als Spannungsprotokoll für eine Woche. In vielen Kliniken laufen beide Blätter nebeneinander.
Diary Card auf Papier: Deine Daten bleiben bei dir
Hier stellst du die Karte nur zusammen, ausgefüllt wird sie von Hand. Das hat Vorteile:
- Auf dem Tisch: In der Therapiestunde liegt das Blatt vor euch beiden. Ihr könnt auf einen Tag zeigen und etwas einkreisen. Ein Stift genügt, es braucht weder Konto noch App.
- Nur die Einstellungen im Browser: Gespeichert werden nur die Einstellungen deiner Karte, und zwar in deinem Browser. Deine Werte, Namen und Notizen stehen nur auf dem Papier, nichts davon wird an uns übertragen.
- Link kopieren: Der Link enthält die Einstellungen und die Skills-Liste. So kann zum Beispiel eine Therapeutin eine Karte einstellen und den Link an ihre Gruppe schicken, oder du öffnest dieselbe Karte auf einem anderen Gerät.
Häufige Fragen zur Diary Card
Was heisst DBT auf Deutsch?
Dialektisch-Behaviorale Therapie, auf Englisch Dialectical Behavior Therapy, eine Form der Verhaltenstherapie. «Dialektisch» meint: dich annehmen, wie du bist, und gleichzeitig etwas verändern. Im Skillstraining übt man Fertigkeiten in Modulen wie Achtsamkeit, Stresstoleranz, Umgang mit Gefühlen und zwischenmenschliche Skills.
Ist die Diary Card nur für Menschen mit Borderline?
Nein. Die Diary Card stammt aus der DBT, die Marsha M. Linehan für Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickelt hat, und gehört dort bis heute fest zur Therapie. Sie passt aber für alle, die Gefühle, Drang und Skills über eine Woche beobachten wollen, mit oder ohne Diagnose. Deshalb hat die Vorlage hier keine Zeilen für bestimmte Diagnosen. Was du beobachtest, legst du selbst fest, am besten mit deiner Therapeutin oder deinem Therapeuten.
Ist ein DBT-Wochenprotokoll dasselbe wie eine Diary Card?
Meistens ja. Viele Kliniken nennen die Diary Card DBT-Wochenprotokoll, weil sie eine Woche auf einem Blatt zeigt: Gefühle, Drang und Skills für jeden Tag. Nur die Skills hältst du auf der Vorlage «Skills-Woche» fest, im Skillstraining oft Skills-Wochenprotokoll genannt. Möchtest du nur festhalten, wie deine Anspannung über die Tage verläuft, passt das Spannungsprotokoll für eine Woche auf der Anspannungskurve.
Gibt es eine kostenlose DBT-App für die Diary Card?
Es gibt einige DBT-Apps, manche kostenlos, viele mit Abo und nur wenige auf Deutsch. Für die Diary Card brauchst du keine: Hier stellst du die Karte kostenlos im Browser zusammen, auch auf dem Handy, ohne Installation und ohne Konto. Ausgefüllt wird sie von Hand.
Wie oft fülle ich die Diary Card aus?
Einmal am Tag, am besten abends, und pro Woche eine Karte. In einer DBT-Therapie gehört sie meist während der ganzen Behandlung dazu. Ist dir das zu viel, starte mit der Vorlage «Einfach».
Kann ich die Diary Card ohne Therapie nutzen?
Ja, zur Selbstbeobachtung. Die Vorlage «Einfach» ist ein guter Start. Geht es dir über längere Zeit nicht gut oder ist ein Drang oft sehr stark, nimm die Karte zu einer Fachperson mit, etwa in die hausärztliche oder eine psychotherapeutische Praxis.
Welche Skala: 0–5 oder 0–7?
Beide, für verschiedene Dinge: 0–5 ist der Standard für Gefühle, Drang und Schlaf. Die Skala 0–7 nach Linehan gibt es nur für die Skills, deutsche Karten nutzen dafür oft «Neue Wege» oder ja / nein. Hier ist 0–7 vorgegeben. Nimm aber die Form, die deine Therapeutin oder dein Therapeut verwendet.
Wie teile ich die Diary Card mit meiner Therapeutin oder meinem Therapeuten?
Nimm das ausgefüllte Blatt in die Stunde mit. Wollt ihr die Karte schon vorher anschauen, fotografierst oder scannst du sie und schickst sie auf dem Weg, den ihr abgemacht habt. «Link kopieren» teilt nur die leere Vorlage.
Speichert die Seite, was ich auf die Diary Card schreibe?
Nein. Die Diary Card füllst du von Hand auf dem Papier aus. Im Browser bleiben nur die Einstellungen deiner Karte, an uns wird nichts übertragen.
Gibt es eine Diary Card für Jugendliche?
Eine eigene Version gibt es hier nicht. In der DBT für Jugendliche (DBT-A) arbeiten Fachleute mit Karten aus ihren Manualen. Als Einstieg passt die Vorlage «Einfach», am besten zusammen mit einer Vertrauensperson. Pro Juventute ist rund um die Uhr unter Telefon 147 erreichbar.
Ist das die offizielle Diary Card nach Linehan?
Nein. Aufbau und Skalen lehnen sich an die Diary Card von Marsha M. Linehan und an die Tagebuchkarten deutscher Kliniken an, etwa nach Martin Bohus. Diese Vorlage ist aber kein offizielles DBT-Material, übernimmt keine Original-Checkliste und ersetzt keine Therapie. Hat deine Therapeutin oder dein Therapeut ein eigenes Formular, nimm dieses.
Gibt es die Diary Card als PDF auf Deutsch?
Ja. Tippe auf «Drucken / als PDF» und wähle im Druckfenster «Als PDF speichern». Die Vorschau zeigt genau, was gedruckt wird: ein leeres A4-Blatt zum Ausfüllen von Hand, auf Wunsch mit der Skills-Liste als zweiter Seite. Ohne Anpassen gibt es die drei Vorlagen auch als fertiges PDF, je eine Seite A4 quer: «Standard-Woche» als PDF, «Einfach» als PDF und «Skills-Woche» als PDF.
Geht es dir gerade nicht gut? Du kannst jederzeit mit jemandem reden: Die Dargebotene Hand erreichst du rund um die Uhr unter Telefon 143, für junge Menschen ist Pro Juventute unter 147 da. Bei Lebensgefahr oder in einem medizinischen Notfall wählst du den Notruf 144.
Quellen
- Marsha M. Linehan: DBT Skills Training Manual. Revised Edition (folgt auf die 2. Auflage). Guilford Press, 2025.
- Martin Bohus und Martina Wolf-Arehult: Interaktives Skillstraining für Borderline-Patienten. Das Therapeutenmanual. Schattauer.
- University of Washington, Behavioral Research and Therapy Clinics: Diary Card aus einer Studie, mit Anleitung für Fachpersonen (PDF, englisch).
- Jill H. Rathus und Alec L. Miller: DBT Skills Manual for Adolescents. Guilford Press, 2014.
- Martin Bohus und andere: Dialectical Behavior Therapy for Posttraumatic Stress Disorder (DBT-PTSD) Compared With Cognitive Processing Therapy (CPT) in Complex Presentations of PTSD in Women Survivors of Childhood Abuse. JAMA Psychiatry, 2020.
- Marsha M. Linehan und andere: Dialectical behavior therapy for patients with borderline personality disorder and drug-dependence. The American Journal on Addictions, 1999.
Stand: Oktober 2026
Diese Seite ersetzt keine Therapie, Beratung oder ärztliche Behandlung.
